Tipps zu den Feiertagen

Der nachhaltige Weihnachtsbaum

Kurz vor Weihnachten beginnt die Suche nach dem geeigneten Weihnachtsbaum. In den letzten Jahren wurden laut dem Bundesverband der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger in Deutschland zwischen 23 und 25 Mio. Bäume verkauft. Dabei geht es in erster Linie darum, eie groß soll er sein, welche Baumart,  darf er piksen oder soll er weiche Nadeln haben? Und natürlich wie teuer darf er sein? Nur selten spielt die Herkunft des Baumes eine Rolle. Dabei gibt es die Alternative zum herkömmlichen Weihnachtsbaum, der häufig aus speziellen landwirtschaftlichen Weihnachtsbaumplantagen aus dem In-und Ausland, wie z.B. Dänemark, stammt. Er hat einen langen Transportweg hinter sich und wurde unter Düngemittel- und Pestizideinsatz hochgezüchtet.

Die Alternative: Ein Baum aus der Region spart den Transport und damit auch den CO2-Ausstoß ein. Viele Forstämter bieten zur Weihnachtszeit Bäume an, die in der Regel aus der Region stammen. Die angebotenen Weihnachtsbäume sind frisch und die Wege kurz. Daneben gibt es auch Bäume mit dem FSC®-Siegel. Damit stammen sie aus einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Forstwirtwirtschaft.

Damit ihr Weihnachtsbaum lange hält lagern Sie ihn an einem kühlen Platz – je kühler umso länger halten die Nadeln! Am besten im Freien und nicht liegend. Verhindern Sie direkte Sonneneinstrahlung, da der Baum sonst zu schnell austrocknet. Also erst zu Weihnachten in die warme Stube. Schneiden Sie am Fuß des Baumes etwa eine 2 Zentimeter große Scheibe ab. Stellen Sie den Baum dann in einen Wassereimer. Holen Sie den Baum so spät wie möglich ins Zimmer und benutzen Sie einen Weihnachtsbaum­ständer mit integriertem Wasserreservoir. Zu dem Wasser im Christbaumständer können Sie ein Blumenfrisch­haltemittel geben.

Kein Müllberg zur Weihnachtszeit

Weihnachten ist die Zeit des Schenkens. Zu keinem Zeitpunkt im Jahr wird mehr verpackt, eingetütet und dekoriert. Nach Schätzung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) steigt das Abfallvolumen zum Weihnachtsfest um bis zu 20 Prozent an, vor allem aufgrund von Geschenkverpackungen. Schon kurz nach dem Auspacken landen Papiere, Folien und Anhänger im Müll und sorgen so jedes Jahr für riesige Abfallberge. Um Weihnachten umweltfreundlicher zu machen, sollten Sie beim Verpacken auf den Einsatz von Recyclingmaterialien achten. Geschenkpapier sollte zudem unbeschichtet sein, damit es recycelt werden kann. Verzichten sollte man auf den Geschenkpapier mit Kunststoff- und Aluminiumbeschichtung, das nicht recyclingtauglich ist und auch nicht in die Papiertonne gehört.

Wer besonders kreativ sein möchte, verpackt seine Gaben in einem weiteren Geschenk, wie z.B. Tuch oder Schal. So geht auch an Weihnachten der ökologische Gedanke nicht verloren. Benutzen Sie doch anstatt teurem Geschenkpapier eine alte Zeitung, oder wenn Sie es lieber bunt mögen, verwenden Sie Seiten aus einer Zeitschrift oder alte Kalenderblätter. Natürlich können Sie für die Verpackung auch andere Materialen wie z.B. bunte Stoffreste verwenden. Als Verpackungsmaterial bietet sich auch das einfache Packpapier an. Sie können es nach Belieben mit weiteren Verzierungen und anderen tollen Dekorationsmaterialien wie getrocknetem Laub versehen. Das verleiht dem Geschenk nocheinmal eine ganz persönliche Note. Hier sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Und falls Sie doch nicht auf die klassischen Weihnachtsverpackungen verzichten möchten, achten Sie darauf, dass das Material aus 100 Prozent Papier besteht, so lässt es sich problemlos recyceln und aus dem Altpapier kann wieder neues entstehen.

Reste nach dem Feste

Weihnachtszeit ist Schlemmerzeit. Damit über die Festtage nicht zu viele Essensreste anfallen, empfiehlt es sich, die Portionen realistisch nach dem tatsächlichen Bedarf zu kalkulieren, auf die richtige Lagerung von Lebensmitteln zu achten und nur mit Liste einkaufen zu gehen.

Und wenn doch etwas übrig bleibt, lassen sich daraus noch leckere Mahlzeiten zubereiten. Das WWF hat dafür eine extra Internetseite bereitgestellt: Mit "WWF zum Anbeißen" zaubern Kochfreunde dieses Jahr Leckereien aus Lebensmittelresten, die vermeintlich nur noch für die Tonne taugen. Überreife Bananen kehren in Adventskeksen wieder. Eigelb, das beim Backen übrig bleibt, bildet die Grundlage für hausgemachte Mayonnaisen. Der "Ofenschlupfer" verwandelt altes Brot oder Gebäck in einen süßen Nachtisch. Und aus den Schalen von Mandarinen und Orangen werden im Handumdrehen Gewürze.

Kochen mit Resten macht kreativ im Kopf, schmeckt und ist ein aktiver Beitrag gegen die Lebensmittelverschwendung. Laut WWF gehen in Deutschland jährlich rund 18 Mio. Tonnen Nahrungsmittel verloren. Über 60 Prozent der Verluste entstehen entlang der Wertschöpfungskette - vom Produzenten bis hin zu Großverbrauchern, wie Gastronomie oder Betriebsküchen. Ungefähr 40 Prozent entfallen auf Privathaushalte.

Diese und weitere Restekreationen veröffentlicht der WWF nach und nach auf www.wwf.de/zum-anbeissen.

Feuerwerkskörper richtig entsorgen

Die abgebrannten Raketen- und Böllerreste von Silvester sollten natürlich auffgelesen oder zusammengekehrt  und anschließend in der Restmülltonne entsorgt werden. Auch wer Außerhalb feiert, sollten die Überbleibsel der Feier wieder mit nach Hause nehmen, um vor allem Unfälle zu vermeiden.

Bei der Entsorgung ist darauf zu achten, dass Mehrschussbatterien aus Pappschachteln oder Raketen und Böller aus Pappe über die Restmülltonne und nicht über die Papiertonne entsorgt werden. Im Boden der abgebrannten Feuerwerkskörper befindet sich Ton oder Kalkstücke, sowie chemische Verbindungen, die während der Altpapierverwertung nicht verarbeitet werden können.

Sollten einzelne Abfälle noch glimmen, können diese einfach mit etwas Wasser abgelöscht werden. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass alle Artikel ausgekühlt sind und keine Glut mehr vorhanden ist!