Meinungsumfragen
Um ein aktuelles Bild zu erhalten, wie die Bürgerinnen und Bürger die Abfallentsorgung im Verbandsgebiet einschätzen und welche Erwartungen sie haben, werden regelmäßig Meinungsumfragen durchgeführt. Die Ergebnisse geben Aufschluss über Zufriedenheit, Einstellungen zur Abfallvermeidung sowie zu konkreten Entsorgungsangeboten und Informationskanälen.
Repräsentative Bürgerbefragung 2023
Wir haben uns umgehört, wie zufrieden Sie mit der Abfallentsorgung und unserem Kundendienst sind. Das sind die Ergebnisse der Umfrage 2023.
Zufriedenheit
Fast alle Bürgerinnen und Bürger sind auch 2023 mit der Abholung und Entsorgung ihrer Abfälle zumindest zufrieden (97 %). 77 Prozent sind sogar vollkommen bzw. sehr zufrieden.
Abfallvermeidung
Abfallvermeidung steht hoch in Kurs im Verbandsgebiet. So werfen z. B. fast 90 % der Befragten abgelaufene Lebensmittel nicht sofort weg, sondern verwenden sie, wenn sie noch verzehrbar sind. Knapp 80 % verzichten auf den Kauf von Produkten mit Einwegverpackung oder auf Einwegartikel, 66 % setzen auf regionale Produkte und lassen Defektes reparieren. Jeder Vierte kauft gebraucht oder leiht aus.
Biotonne
Bei der Mehrheit der Befragten stößt die Einführung einer zusätzlichen kostenpflichtigen Biotonne auf wenig Gegenliebe (60 %). 37 Prozent stehen dieser Möglichkeit dagegen positiv gegenüber – vor allem sind dies Mieter und Jüngere (bis 34-Jährige). Ein Großteil der Befragten, die sich gegen diese Entsorgungsmöglichkeit aussprechen, kompostiert selbst und sieht daher keine Notwendigkeit für eine Biotonne.
Gelber Sack
Die meisten Bürgerinnen und Bürger im Verbandsgebiet nutzen den gelben Sack zur Sammlung von Leichtverpackungen. Für 56 % soll das auch so bleiben. Für die Entsorgung der Verpackungsabfälle ist der SBAZV allerdings nicht zuständig. Diese erfolgt durch die Dualen Systeme. Die Finanzierung erfolgt über Lizenzentgelte der In-Verkehr-Bringer von Verpackungen. Wie die Verpackungen gesammelt werden, ist in einer Abstimmungserklärung zwischen dem SBAZV und den dualen Systemen geregelt.
Informationsangebote
Die meistgenutzte Informationsquelle ist auch in diesem Jahr - wie schon in den Vorjahren - der Abfallkalender: 91 Prozent schauen in den Kalender, um sich über die Abholtermine oder andere Entsorgungsthemen auf dem Laufenden zu halten (2017: 87 % 2011: 94 %, 2005: 92 %). Die Internetseiten des SBAZV gewinnen weiter an Bedeutung und schieben sich vor den „Abfallkurier“ an die zweite Stelle: Knapp jeder Zweite (47 %) hat sich auf der SBAZV-Homepage informiert. Fast ebenso viele (46 %) lesen zu diesem Zweck den zweimal jährlich erscheinenden „Abfallkurier“. Knapp jeder Dritte ruft bei Informationsbedarf direkt beim SBAZV an.