Deponie Horstfelde
Auf dem Gelände der Deponie Horstfelde wurden umfangreiche Maßnahmen zur Rekultivierung und Sicherung der Deponie umgesetzt. Neben der Abdichtung und Entgasung der Oberfläche wurde anschließend auch eine Photovoltaikanlage errichtet, um das Areal nachhaltig zu nutzen.
| Fläche Deponiekörper | 4 ha |
| Ablagerungszeitraum | 1986 bis September 1994 |
| Endvolumen | 400.000 m³ |
Maßnahmen zur Sicherung und Rekultivierung
Zur Sicherung und Rekultivierung der Deponie wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Maßnahmen durchgeführt. Diese dienten vor allem der dauerhaften Abdichtung, der kontrollierten Erfassung von Deponiegasen sowie der landschaftlichen Anpassung der Oberfläche. Im Folgenden sind die wichtigsten Arbeitsschritte und Zeiträume aufgeführt.
- bis 2007 temporäre mineralische Oberflächenabdichtung auf den flachen Bereichen der Deponie
- 2003 endgültige Oberflächenabdichtung mit Kunststoffdichtungsbahnen auf der Südböschung
- 2002 bis 2007 Deponiegasfassung über Aktiventgasung mit nichtkatalytischer Oxidation (Vocsi-box)
- 2007 Oberflächenprofilierung der flachen Bereiche der Deponie
- 2008 entgültige Oberflächenabdichtung mit Kunststoffdichtungsbahnen
Entgasungsanlage
2002 wurde auf der Deponie Horstfelde eine Entgasungsanlage installiert. In der hochmodernen Entgasungsanlage wurde das Deponiegas flammenlos oxidiert und dadurch in Kohlendioxid umgewandelt. Leider war die in Horstfelde anfallende Methangasmenge und Konzentration nicht so beträchtlich, dass sie zur Erzeugung von Elektro- oder Wärmeenergie genutzt werden konnte. Das Gas wurde über sechs Gasbrunnen gefasst und über Sammelleitungen zum Container abgesaugt, wo die Umwandlung in das weniger schädliche Kohlendioxid vonstatten ging. Da die Gasmenge sehr schnell abnahm, wurde die Entgasungsanlage im April 2007 abgeschaltet.
Oberflächenabdichtung
Die Oberflächenabdichtung der Deponie ist ein weiterer Schritt in Richtung Schließung. Eine Schließung der Deponie im Sinne des Abfallgesetzes liegt erst vor, wenn die Deponie so gesichert ist, dass keinerlei Gefährdung von ihr ausgehen kann.
Bereich der Südböschung wurde 2003 auf einer Fläche von 11.000 m² eine endgültige Oberflächenabdichtung mit Kunststoffdichtungsbahnen, Entwässerungsschicht und Rekultivierungsschicht aufgebracht.
Die Baukosten betrugen ca. 830.000 €.
Auf den flachen Bereichen der Deponie blieb die mineralische Dichtung bis 2007 bestehen. Erst nach dem Abklingen der Gasproduktion und der Setzung erhielt dieser Bereich eine endgültige Abdichtung. Hierfür erfolgte 2007 die Oberflächenprofilierung. Ab März 2008 wurden auf einer Fläche von 4 ha Kunststoffdichtungsbahnen, Entwässerungsschichten und Rekultivierungeschichten aufgebracht. Die endgültige Oberflächenabdeckung wurde im Oktober 2008 fertig gestellt.
Die Investitionskosten betrugen ca. 1,8 Mio €.
Photovoltaikanlagen
Auf der Deponie Horstfelde wurde 2019 eine Photovoltaikanlage (Solarzellenanlage) mit einer Leistung von 750 kWp erreichtet. 2020 wurde diese Anlage durch eine weitere Photovoltaikanlage mit der gleichen Leistung ergänzt. Der erzeugte Strom wird in das öffentliche Stromversorgungsnetz eingespeist.
Mit der Errichtung dieser Solarzellenanlagen gelingt eine sinnvolle Nachnutzung der geschlossenen Deponie. Gleichzeitig stellt sie einen Beitrag zur Erzeugung regenerativer Energien sowie zur Ressourcenschonung dar.